DIEDA: RENATE WELSH

Autorinnenportrait

Es ist bemerkenswert, dass 1969 das erste Kinderbuch von Renate Welsh, „Der Enkel des Löwenjägers“, im Obelisk Verlag erschienen ist und gleich in die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis aufgenommen wurde. Renate Welsh schafft es aufgrund eigener traumatischer Kindheitserlebnisse und leidvoller Erfahrungen, jungen Menschen sprachlich anschaulich zu vermitteln, wie wichtig ein solides Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit und Willenskraft sind. Ihre Bücher sind gleichsam pädagogisch dosierte „Lebens- wie Überlebensmittel“, die Kinder und Jugendliche stärken und sie auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleiten.

„Das kleine Moorgespenst“ versucht anfangs verzweifelt auf der Suche nach seiner Mutter sich mit ungeeigneten Bösartigkeiten an anderen Kindern zu rächen, bis es erkennt, dass Gewalt kein probates Mittel ist, um ein Ziel zu erreichen. In einer umfangreichen literarischen Bandbreite setzt sich Renate Welsh auf unterschiedliche Weise vor allem mit der Identitätssuche junger Menschen in Krisen- und Konfliktsituationen auseinander.

Das Spannungsfeld von Fremdheit und Identität, von Fremdsein und Nähe ist ein weiteres sinnstiftendes Motiv, das sie variationsreich immer wieder in Werken abhandelt. Der Obelisk Verlag hat dieses Bemühen von Anfang an erkannt und gefördert, wie dies auch Renate Welsh mit eigenen Worten bestätigt: „Beim Obelisk Verlag darf ich immer die Bücher machen, die mir wichtig sind!“

 

Biographie

Renate Welsh wurde am 22.12.1937 in Wien
geboren. Während ihrer Schulzeit bekam sie ein Stipendium, mit dem sie ein Jahr
lang als Austauschstudentin nach Portland, Oregon, ging. Nach der Matura in
Wien studierte sie Englisch, Spanisch und Staatswissenschaften, brach das
Studium jedoch nach kurzer Zeit ab und heiratete. Sie arbeitete freiberuflich
als Übersetzerin.
Renate Welsh schreibt seit 1970 Kinder- und Jugendbücher, die mehrfach
ausgezeichnet wurden. Die Autorin lebt in Wien. Am 26.5.1992 wurde Frau Welsh
der Österreichische Würdigungspreis für ihr Gesamtwerk sowie der Berufstitel
„Professorin“ verliehen und im Jahr 2016 der Preis der Stadt Wien.

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